Stadt Leipzig

Der Leipziger Immobilienmarkt bleibt in Bewegung

Dafür sorgt mit viel Energie das Team des städtischen Liegenschaftsamtes. Die Immobilienspezialisten sichern durch vorausschauendes Flächenmanagement die weitere Entwicklung der Stadt als Wohn- und Wirtschaftsstandort.

Im zurückliegenden Jahrzehnt ist Leipzig durch eine Reihe spektakulärer Projekte zum wichtigsten Gewerbeimmobilienstandort in den neuen Bundesländern gereift. Dynamik ist das Kennzeichen der mitteldeutschen Metropole. Wie der 7. Liegenschaftsbericht (01.01. - 31.12.2010) aufzeigt, konnte das Team von Amtsleiterin Heike Ebersbach 73 bebaute und unbebaute Grundstücke mit einer Gesamtfläche von über 312.000 Quadratmetern einer neuen Nutzung zuführen. „Durch den Verkauf von zehn Gewerbegrundstücken wurde die Grundlage für die Ansiedlung neuer Unternehmen und für Erweiterungsmaßnahmen ansässiger Firmen geschaffen“, bilanziert Heike Ebersbach. In direkter Zusammenarbeit mit den Kollegen der Wirtschaftsförderung können Leipzigs Liegenschaftler sofort 300.000 Quadratmeter beste Gewerbe- und Industrieflächen in unterschiedlichen Lagen offerieren. Weitere 70 Hektar stehen als mittelfristige Reserve zur Verfügung. „Wir betreiben eine vorausschauende Bodenbevorratungspolitik, um möglichen Anfragen sofort adäquate Angebote entgegenstellen zu können“, erläutert Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht die Strategie der Standortentwickler aus dem Dezernat Wirtschaft und Arbeit.

Renditesicheres Investitionspflaster

Die günstige Ansiedlungsentwicklung wirkt sich auch zunehmend positiv auf die Einwohnerzahlen Leipzigs aus. Spannende Arbeitgeber locken neue Bürger in die Stadt. Vor allem die Nachfrage nach interessanten Wohnungen in sanierten Altbauten oder in energieeffizienten neuen Stadthäusern übersteigt das Angebot. „In den innerstädtischen Toplagen und in Wasserlagen wie Plagwitz sind Investitionen in den Wohnungsmarkt garantiert lukrativ“, stellt Heike Ebersbach fest. Der Stadtteil Plagwitz im Westen Leipzigs zum Beispiel ist ein 90 Hektar großes Flächendenkmal der Industriearchitektur. Seit der Jahrtausendwende sind die meisten Bauensembles aus der Gründerzeit und frühen Moderne aufwendig restauriert und in Wohnraum, Büros und Ateliers verwandelt worden. Plagwitz ist heute ein In-Viertel mit zahlreichen Unternehmen aus dem kreativen Bereich. 2010 hat das Liegenschaftsamt 28 Grundstücke für Ein- und Mehrfamilienhäuser verkauft. In städtischem Besitz befinden sich aber noch attraktive Flächen in so guten Lagen wie Miltitz, Portitz und Knauthain.

Schätze im Portfolio

Rund 32 Prozent von Leipzigs Grund und Boden gehören unmittelbar der Stadt. Neben allen Flächen und Gebäuden, die für das öffentliche Leistungsangebot gebraucht werden, besitzt die Kommune aktuell 4.026 Liegenschaften, die keinen Verwaltungszweck erfüllen. Darunter finden sich auch Raritäten wie das nach Entwürfen der für ihre schlossähnlichen und prestigeträchtigen Bauten bekannten Leipziger Architekten Pfeifer & Händel errichtete Plagwitzer Rathaus. In der Gründerzeit gleichfalls als kaiserliches Post und Telegrafenamt genutzt, steckt das denkmalgeschützte Kleinod aus dem Jahr 1884 voller Geschichte mit hohem Bekanntheitsgrad. „Das Liegenschaftsamt berät Interessenten gern ausführlich über Nutzungs und Veränderungsmöglichkeiten. Über die Kollegen der Abteilung Grundstücksverkehr können wir sämtliche Informationen liefern, die für eine Investitionsentscheidung gebraucht werden“, kann Heike Ebersbach Projektentwicklern mit guten Ideen garantieren.